

Agronomische Grundlagen
Ziel einer jeden Düngemaßnahme ist, den Pflanzenbestand stets optimal zu ernähren. Fraglich ist, wo genau dieses Optimum liegt. Allgemein gilt, dass die Kosten des letzten Kilogramms N-Dünger noch von den Mehrerlösen gedeckt werden müssen. Unterschreitet ein Landwirt dieses Optimum verschenkt er Ertrag und die Rohproteinwerte sind meist zu gering. Bei zu hohem N-Einsatz nehmen Lagergefahr und Krankheitsdruck zu und die Eiweißgehalte steigen übermäßig an. Zudem leiden durch eine N-Düngung weit über dem Optimum die Erträge.
Bei der Analyse von N-Steigerungsversuchen wird ersichtlich, dass es auf jedem Versuchsfeld einen anderen optimalen Ertrag gibt. Die dazugehörige N-Menge unterscheidet sich mehr oder minder stark. So wurden beispielsweise mit einer Düngermenge von 250 kg N/ha zwischen 6 und 12 t/ha Ertrag erzielt. Diese Erträge waren im entsprechenden Jahr und Versuch ökonomisch richtig. Fazit: Es gibt keine feste Beziehung zwischen dem optimalen Ertrag und der dazugehörigen N-Düngungsmenge. Ein Planertrag zu Saisonbeginn ist zum Ermitteln der optimalen N-Düngung ungeeignet.
Flexible Düngestrategien
Die Ursachen für den schwankenden Düngebedarf liegen einerseits im unterschiedlichen Aufwuchs der Pflanzen, andererseits an dem, sich ständig ändernden N-Angebot des Bodens. Die Kenntnis der jeweils optimalen Düngermenge ergibt sich somit erst im Laufe der Vegetation.
Zum Ermitteln des aktuellen N-Düngebedarfs können Landwirte seit Jahren auf praxiserprobte Analyseverfahren und Messegeräte zurückgreifen. Sie bieten treffsichere Empfehlungen zum aktuellen N-Bedarf während der Vegetationsperiode. Mit ± 2 bis 3 Prozent Genauigkeit kann der N-Tester den Ernährungszustand der Pflanzen einer Teilfläche bestimmen. Mit einem feldspezifischen N-Monitoring ist der Landwirt in der Lage, den Verlauf der N-Aufnahme genau zu verfolgen und den optimalen Zeitpunkt für eine Düngergabe zu ermitteln.
Von der Kleinparzelle in die Fläche
Die Information aus dem N-Monitoring und dem N-Tester gelten jedoch nur für eine kleine Teilfläche. Tatsächlich gibt es auf einem Feld zum Teil enorme Unterschiede in der N-Ernährungssituation der Pflanzen. Je nach Boden und Witterung kann der N-Bedarf eines Bestandes in den Teilflächen um bis zu 120 kg N/ha schwanken, zum Beispiel durch Kuppen und Senken oder heterogene Böden. Der YARA N-Sensor ist in der Lage, solche Bestandesunterschiede zu erkennen.
Das System misst bei der Überfahrt die aktuelle N-Aufnahme der Pflanzen. Dieser Parameter hat die engste Beziehung zur optimalen N-Düngung (R² = 0,8) und eignet sich somit am besten. Bei der N-Aufnahme wird sowohl der N-Gehalt der Pflanzen, als auch die Bestandesdichte berücksichtigt.
Das aktuelle Einsatzspektrum des N-Sensors im Getreide umfasst nahezu alle Getreidearten.
| Fruchtart | Anzahl der Regelfunktionen |
|---|---|
| Winterweizen, -gerste, -roggen, Triticale | Start-, Schosser-, Ähren-, Qualitätsgabe |
| Braugerste, Hafer | Schossergabe |
| Mais | 1 Regelfunktion |
| Kartoffel | 1 Regelfunktion |
| Raps | 1. Gabe, 2. Gabe |


