

Moderne und erfolgreiche Rapsdüngung
Winterraps ist in unseren Fruchtfolgen eine wertvolle Kultur, für viele Landwirte sogar die Wertvollste. Winterraps liefert höchste Deckungsbeiträge verbunden mit vielfältigen Möglichkeiten der Verwertung. Nicht zuletzt ist er eine exzellente Vorfrucht für die getreidereichen Fruchtfolgen in Marktfruchtbetrieben.
Agronomische Grundlagen
Für hohe wirtschaftliche Erträge muss Winterraps intensiv geführt werden. Leistungsfähige Sorten, angepasste Bodenbearbeitung, intelligenter Pflanzenschutz und optimale Düngung müssen aufeinander abgestimmt werden. Hohe Erträge bedeuten aber nicht automatisch hohe N-Düngungsmengen. Winterraps steht ohnehin in der öffentlichen Kritik, da die hohe N-Aufnahme eines Bestandes nur zum Teil mit dem Erntegut vom Feld abgefahren wird. Das Ergebnis sind sehr hohe N-Bilanzüberschüsse. Diese können meist von der nachfolgenden Kultur nicht mehr im Herbst aufgenommen werden. Bei dem gegenwärtigen Produktionssystem hat Winterraps demnach eindeutige Schwächen bei der N-Effizienz. Umso wichtiger ist es, auf diese Herausforderung mit einer intelligenten N-Düngung zu reagieren.
Unterschiedliche Bestände - unterschiedlicher N-Bedarf
Die N-Düngung wird wesentlich von der N-Aufnahme der Rapsbestände nach dem Winter beeinflusst. So kann diese in schwach entwickelten Beständen lediglich 20 oder 30 kg N/ha betragen. Wüchsige Bestände dagegen können N-Aufnahmen von 150 kg N/ha und mehr aufweisen.
In der Praxis werden jedoch Dünge-Empfehlungen oft nur für einen Schlag oder gar Schlagkomplex ermittelt und die Düngung selbst wird flächeneinheitlich durchgeführt. Die Folgen: Unterernährung der schlecht entwickelten Bestände und damit Ertragsverlust und geringer Ölgehalt; Überversorgung der gut entwickelten Bestände und damit Ertragsverlust, N-Verschwendung und eine schlechte N-Bilanz.
Eine variable, am aktuellen N-Bedarf ausgerichtete Düngung mit dem YARA N-Sensor bietet indes die Möglichkeit, nahezu alle Teilflächen und Bestände mit der optimalen Düngermenge zu versorgen. Diese Form der N-Düngung stellt eine sehr elegante, anwenderfreundliche, zerstörungsfreie, reproduzierbare Methode dar.
Raps-Düngung mit dem YARA N-Sensor
Relativkalibrierung
Einerseits kann der YARA N-Sensor mit einer Relativkalibrierung genutzt werden. Der Landwirt legt das Düngeniveau selbst fest und regelt mit dem N-Sensor die Bestandesunterschiede aus. Dazu muss er eine repräsentative Fahrgasse des Bestandes scannen. Durch die Agronomische Kalibrierung wird diesen gescannten Sensormessdaten im Anschluss die durchschnittlich zu düngende N-Menge zugeordnet. Bei ordnungsgemäßer Kalibrierung stimmt diese mit der tatsächlich im Durchschnitt applizierten N-Menge überein.
Der Vorteil ist: Der Stickstoff wird bedarfsgerecht appliziert. Schwache Bestände werden gefördert, starke Bestände nicht überdüngt. Auf diese Weise können Landwirte mit dem gleichen Stickstoffaufwand bessere Erträge erzielen.
Der Nachteil ist: Mögliches Einsparpotenzial beim Dünger kann der Landwirt nur bedingt ausgeschöpfen. Denn die N-Menge wird nach wie vor nicht direkt am Pflanzenbedarf ausgerichtet.
Absolutkalibrierung
Bei der Absolutkalibrierung wird die N-Menge direkt am Pflanzenbedarf ausgerichtet. Auf Basis der Messungen des YARA N-Sensors konnte ein speziell für Raps geeigneter Index herausgearbeitet werden. Dieser Messwert weist eine enge Beziehung zur tatsächlichen N-Aufnahme (kg N/ha) des Winterrapses auf.

Anstelle einer visuellen Beurteilung - wie zum Beispiel beim Rapsschieber - oder der aufwändigen Wiegung der Biomasse und Schätzung der N-Aufnahme können Landwirte mit dem YARA N-Sensor direkt und an jeder Stelle des Feldes mit höchster Präzision die tatsächliche N-Aufnahme ermitteln.
Regelfunktionen für den YARA N-Sensor
Für die erste und zweite N-Gabe im Winterraps liegen Regelfunktionen vor. Die Regelfunktion beschreibt die Düngungshöhe in Abhängigkeit vom Sensormesswert bzw. von der N-Aufnahme. Rapsbestände mit hohem Sensormesswert - hohe N-Aufnahme - erhalten eine geringe N-Düngung. Bei geringen Messwerten - geringe N-Aufnahme - wird die N-Düngung erhöht.
Eine gewisse Maximaldüngung sollte nicht überschritten werden: Bei extrem schwachen bzw. geschädigten Teilflächen - Fehlstellen, Auswinterung - wird die N-Menge wieder reduziert.




