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Agri Con GmbH - Precision Farming Company

15 Teams bringen Kalk, P und K auf den Punkt | 16.08.2010

Agri Con reagiert auf die gestiegene Nachfrage nach GPS-gestützter Bodenprobenahme. Mit einer um fast 30 Prozent erhöhten Kapazität starten in diesem Herbst 15 Teams in die Saison. Im Interview dazu Martin Schneider, Produktmanager der Abteilung Grunddüngung.

Agri Con Beprobungsteam

Frage: Herr Schneider, Agri Con hat im Bereich Grunddüngung einen neuen Umsatzrekord erzielt. War das von vornherein absehbar?

Martin Schneider: Dass wir knapp 0,9 Millionen Euro umsetzen war nicht unbedingt vorhersehbar. Schließlich hatte unser Dienstleistungsbereich in diesem Jahr mit zum Teil widrigen Wetterbedingungen um den Jahreswechsel und einem sehr späten Frühjahr zu kämpfen.

Wie erklären Sie sich dann die guten Ergebnisse?

Das Ergebnis bestätigt, dass die variable Kalkung, Phosphor-, Kali- und Magnesiumdüngung Standard in Landwirtschaftsbetrieben sind. Die Landwirte wissen, dass dieses Werkzeug ihnen hilft, Erträge zu steigern beziehungsweise auf hohem Niveau zu stabilisieren. Gleichzeitig schont ein bedarfsgerechter Umgang mit Dünger die Ressourcen. Die Investition in eigene Technik ist dabei übrigens nicht von Nöten: Ich habe festgestellt, dass immer mehr Betriebe spezialisierte Dienstleister mit der variablen Grunddüngung ihrer Ackerflächen beauftragen.

Wie wirkt sich dieses gesteigerte Bewusstsein auf Ihre Abteilung aus?

Auch bei einer stärkeren Nachfrage muss der Service am einzelnen Kunden hoch bleiben. Um die Aufträge zeitnah zu erledigen, starten wir mit so vielen Beprobern wie noch nie in die Herbstsaison. In Summe werden 15 Teams unsere Kunden in Deutschland, Österreich und im Baltikum betreuen. Das entspricht einer Steigerung unserer Kapazitäten um fast 30 Prozent.

Wird es im neuen Jahr auch technische Neuerungen geben?

Gemeinsam mit der Universität Halle-Wittenberg haben wir jüngst ein neues Forschungsprojekt angeschoben. Dabei geht es um die Frage, wie kleinräumige Nährstoffunterschiede im Boden noch einfacher und schneller erfasst werden können. Wir konzentrieren uns in dieser Frage zunächst auf den ph-Wert. Er unterliegt innerhalb landwirtschaftlicher Nutzflächen teilweise extremen Schwankungen. Unser Ziel ist, auch im Bereich der teilflächenspezifischen Grunddüngung technischen Fortschritt zu induzieren.