

Standpunkt: Zukünftige Trends für präzisen Pflanzenbau | 07.12.2011
Die Vorberichterstattung zur Agritechnica in den Medien und die Ausstellung selbst haben eine große Erwartungshaltung und Spannung aufgebaut. Agri Con-Geschäftsführer Peer Leithold zieht im Standpunkt eine erste Bilanz.
Lustiges: Smart oder Precision?
Fangen wir mit etwas Lustigem an! Ich denke nicht, dass wir den Begriff "Smart Farming" einführen müssen. "Smart" ist zwar weltweit ein beliebtes Modewort - smart city, smart bike, smard card, smart phone...; aber da es auf Agritechnica auch inhaltlich in der Spur des Precision Farming weiterging, sollten wir bei der bisher gebräuchlichen Bezeichnung bleiben.
Ernsthaftes: Trends & Entwicklungen
- Landtechnik im Allgemeinen differenziert sich zunehmend über einen höheren Elektronikanteil. Die Maschinen werden klüger, automatischer und effizienter. Leider auch teurer.
- Die Applikationstechnik im Speziellen wird immer präziser. Streu-, Spritz- und Ablagegenauigkeit stehen voll im Mittelpunkt der Entwickler.
- Sensoren sorgen für adaptives Verhalten. Je nach äußeren Bedingungen oder Anforderungen stellt sich die Maschine/das Gerät neu bzw. anders ein.
- Der Vernetzungs- und Integrationsgedanke ist allgegenwärtig. Informationen von Traktoren, Geräten, Sensoren, Büros und anderen Informationsquellen können den Landwirt in seinen Entscheidungen unterstützen bzw. in seiner traditionellen Arbeit entlasten. Aber Achtung: Visionen und Realitäten muss man hier gut unterscheiden.
- Arbeitskomfort, Arbeitserleichterung und Bequemlichkeit sind eine MUSS-Forderung.
- Die Verknüpfung von Landtechnik mit wissensbasierten Systemen (pflanzenbauliche Entscheidungsregeln) wurde vermisst und dringend eingefordert.
Wichtiges: N-Sensor und Pflanzensensoren
Bemerkenswert auf der Agritechnica war die große Zahl an ausgestellten Pflanzenbausensoren, die Erläuterungen der Aussteller und die Vorträge dazu in den Fachforen. Das Interesse an Pflanzensensoren und dem N-Sensor war riesig. Es ging aber eher nicht darum zu klären, ob man diese Technologie einsetzt. Wichtiger waren die Fragen, wann und wie genau man ihren Einsatz bewerkstelligt. Dieses große Interesse liegt nahe bei den hohen Produktpreisen für Getreide, Raps, Mais sowie den hohen Kosten für Stickstoff. Bei dieser Marktlage macht sich ein N-Sensor meist schon im ersten Jahr voll bezahlt.
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Nachdenkliches: Entscheidungen clever abwägen
Zukünftiges: Präziser Pflanzenschutz, organische Düngung, Datenmanagement
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Agrar TV Bayer CropScience: Agritechnica 2011 - Precision Farming

