

Heute schon an morgen denken
Im Jahr 2030 wollen auf der Erde 40 Prozent mehr Menschen ernährt werden als 1995. Die Getreideproduktion in diesem Zeitraum wird um die Hälfte gestiegen sein; der Zuwachs an Ackerland indes wird bei 7 Prozent liegen. Zu dieser Einschätzung kommt die Food and Agriculture Organization (FAO) der Vereinten Nationen in ihrem Bericht "Towards 2015/2030".
Mit einer bloßen Betriebsmittelsteigerung wird sich diese Schere nicht schließen lassen. Dem widerspricht einerseits, dass eine intensivere Produktion negative Folgen haben kann, zum Beispiel die Lager- und Krankheitsgefahr erhöht. Andererseits herrscht in Mitteleuropa ein stark verankertes Umweltbewusstsein.
Precision Farming wird all diesen Herausforderungen der Zukunft gerecht.
Was ist Precision Farming?
Precision Farming (Synonyme: Precision Agriculture, Präzisionslandwirtschaft, Teilschlagbewirtschaftung) gilt heute als einer der bedeutensten Produktivitätsfaktoren im Pflanzenbau. Landwirte, die sich dazu entscheiden, betrachten ihre Schläge nicht mehr als Ganzes, sondern berücksichtigen - wie bei einem Puzzle - die Unterschiede des Bodens sowie die variierende Ertragsfähigkeit innerhalb eines Feldes.
Vorteile des Precision Farming
- Der Einsatz von Betriebsmitteln ist effizienter.
Da sich die Ausbringmenge am aktuellen Bedarf der Pflanzen orientiert, spart der Landwirt auf "luxusversorgten" Teilflächen und steigert - durch Aufdüngen der schwach versorgten Bestände - seinen Ertrag. - Landwirtschaftliche Produktion wird umweltverträglicher.
Der Landwirt entspricht gesetzlichen Regelungen wie Düngeverordnung und EU-Wasserrahmenrichtlinie, ohne Abstriche machen zu müssen bei Ertrag und Qualität. - Dank der exakten Dokumentation der landwirtschaftlichen Produktion ist auch dem Verbraucherschutz gedient.
Was beinhaltet Precision Farming?
Precision Farming macht aus, dass Prozesse landwirtschaftlicher Produktion mit dem Einsatz moderner Technik verknüpft werden, zum Beispiel mit GPS-Technik, GIS-Technologie und Sensoren.
Unter dem Dachbegriff "Precision Farming" vereinen sich dabei mehrere Ansatzpunkte:
- teilflächenspezifischer Pflanzenbau (Grunddüngung, N-Düngung, Bodenbearbeitung, Saat, Wachstumsregler, Herbizide, Fungizide)
- Automatisierte Feldarbeit (manuelle und automatische Parallelfahrsysteme, Maschinenüberwachung, Leitspuroptimierung)
- Dokumentation und Kontrolle (Flächenvermessung, Ertragskartierung, Arbeitszeit- und Maschinendatenerfassung, dezentrale Datenerfassung, Schlagkartei)
Agri Con fühlt sich auf allen drei Teilbereichen zuhause.
