

Die N-Düngung fest im Griff
Der Düngebedarf einer Pflanze ist zu Vegetationsbeginn nicht bekannt. Anzahl, Zeitpunkt und Höhe der Teilgaben und somit die N-Gesamtmenge ergeben sich erst im Laufe der Vegetation. Aus über 100 N-Steigerungsversuchen der Offizialberatung ist bekannt, dass es zwischen dem optimalen Ertrag und der dazugehörigen N-Düngungsmenge keine feste Beziehung gibt. Ein optimaler Ertrag von zum Beispiel 80 dt/ha kann einmal mit 50, 100, 150, 2100 oder 230 kg N/ha produziert werden. Dies liegt an zweierlei Faktoren:
- Pflanzen weisen unterschiedliche N-Aufnahmen und N-Entzüge auf.
- Das Nmin-Angebot nach Winter und die sich im April/Mai anschließende Mineralisation hängt von verschiedenen Einflussgrößen ab, wie Temperatur, Humusgehalt und Bodenfeuchte. Diese Stickstoffmengen schwanken zwischen 0 und 200 kg N/ha.
Aus der Differenz von N-Entzug und N-Nachlieferung ergibt sich schließlich die notwendige N-Düngung.
Messprinzip
Der N-Tester dient dem Ermitteln des N-Düngebedarfs zum Zeitpunkt des Schossens und Ährenschiebens (EC 30 bis EC 51) in Winterweizen, -gerste, -roggen und Triticale.
Das Gerät arbeitet nach einem optischen Messprinzip: An mindestens 30 Blättern ermittelt der Landwirt den Chlorophyllgehalt, also ihre Grünfärbung. Dafür wählt er immer das jüngste, voll entwickelte Blatt. Mindestens 30 Einzelmessungen sind erforderlich, um einen für den Bestand repräsentativen Wert zu erhalten. Deutlich abweichende Einzelwerte werden ausgeschlossen.
Da jede Sorte und Kultur besondere Eigenschaften haben, wird der Messwert mit einem sortenspezifischen Korrekturfaktor verrechnet. Aus einer Vielzahl von N-Tester-Messungen in Landessortenversuchen, die über ganz Deutschland verteilt sind, werden die Sortenkorrekturwerte jedes Jahr für nahezu alle gängigen Wintergetreidesorten aktualisiert.
Das Ergebnis spiegelt den aktuellen N-Ernährungszustand der getesteten Pflanzen wider. Die Messwerte ermöglichen die Ableitung einer zuverlässigen N-Düngeempfehlung: Bestände mit guter N-Versorgung - hohen Chlorophyllgehalten - erhalten eine niedrigere N-Düngeempfehlung als Bestände mit schwacher N-Versorgung - niedrigeren Chlorophyllgehalten. Selbst geringe Unterschiede im Chlorophyllgehalt - beispielsweise in Folge einer unterschiedlichen N-Düngung, Bodennachlieferung oder eines variierenden N-Aneignungsvermögens - erfasst der N-Tester zuverlässig.
Das Gerät ist einfach zu handhaben und ermöglicht eine schnelle, unkomplizierte und zerstörungsfreie Analyse der aktuellen N-Ernährung der Bestände. In Kombination mit dem YARA N-Sensor kann der Landwirt die ermittelte N-Empfehlung ideal in der Fläche umsetzen.
Der neue N-Tester - die Vorteile
- Die direkte Ausgabe der Düngermenge ist ab sofort möglich.
- Alle Sortenkorrekturwerte sind im neuen N-Tester bereits integriert. Die bisher notwendigen Karten fallen somit weg.
- Jährlich können die Korrekturwerte via Internet auf den neuesten Stand gebracht werden.
Darum lohnt sich der N-Tester
Durch das regelmäßige Messen mit dem N-Tester gewinnt der Landwirt präzise Informationen über den aktuellen Ernährungszustand seiner Pflanzen. Dabei profitiert er von folgenden Vorteilen:
- Die Bestandesführung mit N-Tester und flexible Düngegaben helfen, eine Überdüngung von Pflanzenbeständen zu vermeiden.
- Dank N-Tester-Einsatz wird der Rest Nmin-Gehalt im Boden nach der Ernte minimiert. Die Auswaschungsgefahr sinkt.
- Im Schnitt der Jahre führt die Optimierung der N-Düngung mit N-Tester zu einer besseren Ausnutzung des Stickstoffs. Die Folge sind höhere Erträge.



