

Erträge steigern, Mittelaufwand verringern
Neue Techniken, Verfahren und Produktionsmittel sollen die Effizienz und damit den Gewinn bei der Landbewirtschaftung erhöhen. Die Einführung derselben ist allerdings mit einem unbekannten Risiko verbunden. Um dieses Risiko zu minimieren ist es sinnvoll, die Neuerung nur auf einer Teilfläche zu prüfen. Eine effiziente Methode hierfür ist das On-Farm Research.
Ein Schlag = ein Versuchsfeld
Der Begriff On-Farm Research (OFR) entstammt der internationalen Agrarwissenschaft. Er beschreibt im weiteren Sinne die Durchführung von landwirtschaftlichen Feldversuchen auf betrieblicher Ebene unter Mitwirkung des Landwirtes. Im engeren und hier zu verwendenden Sinne versteht man unter OFR die Durchführung von Versuchen in landwirtschaftlichen Unternehmen mit Hilfe von Precision Farming Technologien.
Wie's praktisch funktioniert
On-Farm Research wird großflächig auf betriebsüblich bewirtschafteten Schlägen durchgeführt. Im Gegensatz zu Kleinparzellenversuchen, wird hierbei die Heterogenität des Standortes in den Versuch einbezogen, um praxisnahe Ergebnisse zu erhalten. Der dabei auftretende Einfluss exogener Wachstumsfaktoren erschwert eine Auswertung der Daten sowie die Interpretation der Versuchsergebnisse. Mit Hilfe von Sensortechnik und anderen Messgeräten lassen sich einige dieser Größen wie zum Beispiel die elektrische Leitfähigkeit des Bodens, die geographische Höhe sowie die Bestandsheterogenität ohne wesentlichen Mehraufwand erfassen und in die Auswertung einbeziehen. Aufgrund der hohen räumlichen Auflösung der Daten erhält der Landwirt hierdurch weitere Informationen, welche es ihm ermöglichen, sein Produktionsverfahren zu verbessern.
Ein OFR-Versuch beruht nach Agri Con-Verständnis auf folgenden Prinzipien:
- Die Prüfglieder werden wiederholt und randomisiert angelegt
- Die Teilstücke sind an den Fahrgassen ausgerichtet
- Der Versuch soll eine Fläche von mindestens 30 ha umfassen
- Die Ernte erfolgt vollflächig mit Kartierungssystem ausgerüsteten Maschinen
Die Planung, Anlage und Durchführung eines OFR-Versuches ist wenig aufwendig und kann von einem technisch modern ausgerüsteten Ackerbaubetrieb selbständig realisiert werden. Die Auswertung der Daten erfordert jedoch Kenntnisse auf dem Gebiet der Geostatistik und der Programmierung entsprechender Software.
Das volle Programm
Die Agri Con GmbH hat in den vergangenen zehn Jahren etwa 250 OFR-Versuche durchgeführt. Hierbei wurden Verfahren und Techniken der teilflächenspezifischen Landbewirtschaftung wie auch im Kundenauftrag Sorten, Dünge- und Pflanzenschutzmittel geprüft. Gemeinsam mit ihren Partnern arbeitet sie an der Entwicklung, Erprobung und Einführung weiterer Sensoren und Messtechniken, mit denen Precision Farming und On-Farm Research noch leistungsfähiger werden.
Beabsichtigen auch Sie neue Produkte vor der Einführung in Ihrem Betrieb vor Ort prüfen, dann ist Ihnen die Agri Con GmbH hierbei gern behilflich.
