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Agri Con GmbH - Precision Farming Company

Precision Farming Innovationspreis: Das sind die Nominierten | 26.04.2010

15 Landwirtschaftsbetriebe haben es in die engere Wahl geschafft. Sie dürfen nun auf einen der drei Precision Farming Innovationspreise der Zeitschrift Neue Landwirtschaft hoffen. Der Preis wird am 15. Juni auf den DLG-Feldtagen verliehen. Die Nominierten sind...

YARA N-Sensor und Rauch AGT

Manfred Hurtz aus dem rheinischen Nideggen gehört in seiner Region zu den Vorreitern. Im dritten Jahr setzt er mittlerweile den YARA N-Sensor auf 200 Hektar (140 ha im eigenen Betrieb + Lohnarbeit) ein. Damit steht er innerhalb seiner Wasserkooperation beispielgebend für eine praktikable Lösung, um zu hohen Nitratwerten im Boden Einhalt zu bieten. Zwischen 2004 und 2007 arbeitete er im Rahmen eines Projektes mit einem hochkomplexen System für die differenzierte Herbizidausbringung. Damals war der technikbegeisterte Landwirt der einzige auf dem Kontinent, der über ein derartiges Werkzeug verfügte. Mit großem Interesse verfolgt er deshalb auch das H-Sensor-Projekt der Agri Con.

Die maximale Ausschöpfung der Ertragsfähigkeit der Böden steht bei der LPG Bördeland aus Biere nicht im Vordergrund. Das Ziel ist, besonders rentabel zu sein. Schon in der Versuchsphase, als der YARA N-Sensor noch als "Hirschgeweih" daherkam, stand für Betriebsleiter Beutler fest: "Wenn der erste Sensor marktreif ist, möchte ich ihn haben." Gesagt, getan: Die LPG Bördeland zählt zu den Sensornutzern der ersten Stunde. Rekordverdächtig: Im zehnjährigen Mittel der N-Bilanz hat der Betrieb gerade einmal 29,9 kg N an Überschuss produziert. Andere Betriebe liegen bei 60 bis 70 kg N.

Welche Synergien freigesetzt werden, wenn Betriebe in Gemeinschaftsmaschinen investieren, zeigt das Beispiel der Münchhoff Rimpau Agrardienste GmbH & Co. KG und der Landwirtschaftlichen Dienstleistungen & Logistik Klamroth. So hat beispielsweise Rüdiger Klamroth auf die Anschaffung eines YARA N-Sensors und Düngerstreuers verzichtet und lässt die Arbeiten durch seinen Nachbarbetrieb, die Münchhoff Rimpau Agrardienste, durchführen (siehe Bild). Im Gegenzug hat Klaus Münchhoff auf den Einsatz eines zweiten YARA N-Sensors für die Spritze verzichtet und lässt die teilflächenspezifische Wachstumsreglergabe durch den Nachbarbetrieb umsetzen. Durch den Einsatz moderner Technik werden weniger Dünger und Pflanzenschutzmittel ausgebracht. Bemerkenswert auch die Resultate bei der Grunddüngung: Beim Phosphor etwa sparte Klaus Münchhoff im Durchschnitt der letzten Jahre insgesamt 24 kh Phosphor je Hektar und Jahr ein.

Dieter Clausen ist aus zwei Gründen in Precision Farming eingestiegen: Er wollte seine Böden noch besser kennenlernen und homogenere Bestände. Beides ist ihm gelungen. Seit 2007 nutzt der Betriebsleiter der Gutsverwaltung Hörst alle, in der Praxis etablierten Precision Farming Lösungen: Sensortechnik, GPS-Technik, variable Grunddüngung nach Streukarten. Dieter Clausen setzt sich sehr kritisch mit den Bodendaten, die ihm Precision Farming liefert, auseinander, folgt nicht blindlings einer Lösung, sondern vergleicht und bewertet die jeweiligen Methoden. Momentan beschäftigt sich der Landwirt aus dem schleswig-holsteinischen Rieseby mit der Logik der differenzierten Saat.

Auch das nordrhein-westfälische Unternehmen Matthias Graf von Westphalen Gut Fürstenberg ist bestrebt, die Sensortechnik und damit verbundene Ansteuerung so optimal und umfangreich wie möglich einzusetzen. Dabei setzt der Betrieb auch auf Lösungen, die noch in den Kinderschuhen stecken, wie zum Beispiel die differenzierte Saat. Dieses Modul für das agronomische Terminal läuft seit Herbst 2009 in einer Testphase auf bundesweit ausgewählten Landwirtschaftsbetrieben. Gut Fürstenberg nimmt die Biomassekarten des YARA N-Sensors sowie eigene, langjährige Erfahrungen als Datengrundlage für die Berechnung der Saatkarten. Für die Flächen, für die keine Biomassekarten zur Verfügung stehen - Dinkel und Zuckerrübe zum Beispiel - erstellt Agronom Björn Wiggen die Saatkarten für das nachfolgende Getreide selbst.

Der Görminer Landwirtschaftsbetrieb "Peenetal" ist sehr aktiv im On-Farm Researchversuchswesen. Als OFR-Versuchsbetrieb verfolgt das Unternehmen jährlich ackerbauliche Fragestellungen, zum Beispiel zu Sorten, Bearbeitungsvarianten und Pflanzenschutzstrategien. Ein Dauerversuch "Bodeninventur" läuft seit 1998. "Probieren geht über studieren", lautet das Credo von Betriebsleiter Karsten Trunk. OFR-Versuche sind für ihn die Möglichkeit, auf kürzestem Wege Fragen zu beantworten, die sich im klassischen Versuchswesen so ohne Weiteres nicht beantworten ließen. Der Investition in den betriebseigenen YARA N-Sensor ging übrigens auch ein einjähriger Versuchseinsatz voraus.

Die weiteren nominierten Betriebe