

Agri Con testet kleinräumige ph-Wert-Messung mit Sensor | 08.06.2010
Gibt es zukünftig auch Online-Sensorik für die teilflächenspezifische Grunddüngung? Agri Con testet derzeit einen pH-Wert Sensor. Sollte dieses Verfahren funktionieren und vergleichbare Messergebnisse bringen, wie sie heutzutage im Labor bestimmt werden, so stünde gleich im Anschluss an die Messung die pH-Wert Verteilungskarte für die Kalkung zur Verfügung.
Ebenso könnten kleinräumige pH-Wert-Unterschiede mit zirka 10 Einzelproben je Hektar sehr viel detaillierter erfasst werden. Inwieweit das Messsystem, das aus den USA kommt, mit der bisherigen Herangehensweise hierzulande vergleichbar ist, wird derzeit untersucht.
Der pH-Wert-Sensor entnimmt während der Feldüberfahrt eine Bodenprobe. Diese wird zwei pH-Wert-Elektroden zugeführt, die die Messung durchführen. Der Messwert wird zusammen mit der GPS-Koordinate aufgezeichnet. Anschließend werden die Elektroden mit Spülwasser gereinigt, so dass die Messung mit der nächsten Bodenprobe fortgeführt werden kann.
Die Feldversuche zur Bewertung dieser Herangehensweise sind derzeit noch nicht abgeschlossen und werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Fest steht aber, dass die pH-Werte kleinräumig sehr stark schwanken können (siehe Karte links). Bekannt ist auch, dass mit suboptimalen pH-Werten teilweise große Ertragseinbußen einher gehen können. Diese Unterschiede innerhalb eines Feldes werden heutzutage mit der kleinräumigen Bodenprobenahme ermittelt und anschließend mit einer teilflächenspezifischen Grunddüngung adäquat berücksichtigt.
Auf den diesjährigen DLG-Feldtagen wird sich Agri Con diesem Thema noch einmal annehmen. Im Versuchsfeld wird gezeigt, wie stark ph-Werte schon auf kleinen Flächen schwanken und welche Folgen das für den Bestand hat.
Weitere Fragen zum ph-Wert-Sensor sowie zur variablen Kalkung, P- und K-Düngung beantwortet Martin Schneider, Produktmanagement Kartierung.

