

Agri Con spart sich die Krise | 16.08.2010
Der Precision Farming Spezialist hat in schwierigem Marktumfeld seinen bisher höchsten Umsatz erzielt. Zugleich investierte Agri Con 2,2 Millionen Euro in ein Forschungs- und Ausbildungszentrum für den intelligenten Pflanzenbau.
Mit dem guten Geschäftsergebnis 2009/10 haben sich zugleich die Befürchtungen zerstreut, dass sich die Ereignisse aus 2002 wiederholen könnten. Damals hatten sich das Platzen der Blase am Neuen Markt sowie die Terroranschläge auf New York mit einem Jahr Verzögerung auch auf die Agrarbranche negativ ausgewirkt.
Tatsächlich gelang es Agri Con 2009/10, die Ergebnisse aus den vorangegangenen Boom-Jahren erneut zu toppen. Der Umsatz stieg moderat von 6,0 auf knapp 6,2 Millionen Euro. Die deutschen Landtechnikhersteller mussten im selben Zeitraum ein Minus von bis zu 25 Prozent verbuchen.
Interesse an intelligentem Pflanzenbau anhaltend hoch
Das Interesse der Landwirte am intelligenten Pflanzenbau bleibt demnach anhaltend hoch. Hohe Düngemittel- und Erzeugerpreise sind augenscheinlich nicht die einzigen Faktoren, die Landwirte dazu bewegen, in die Präzisionslandwirtschaft zu investieren.
Vom Spitzenprodukt YARA N-Sensor zum Beispiel wurden im Jahr der Krise 71 Stück in den deutschen Markt gebracht - so viele wie nie zuvor. Und obwohl die Landwirte die Option haben, den N-Sensor auch zu mieten oder zu finanzieren, dominiert nach wie vor der klassische Kauf.
470 YARA N-Sensoren auf deutschem Acker im Einsatz
Seit zwölf Jahren ist der YARA N-Sensor am Markt. Von weltweit fast 900 Systemen werden heute 468 allein in Deutschland eingesetzt. In vielen Betrieben herrscht zudem der Trend, sich einen zweiten oder dritten YARA N-Sensor anzuschaffen.
Jahna wird internationales Drehkreuz im Precision Farming
Pünktlich zu Beginn des neuen Geschäftsjahres hat das Unternehmen einen weiteren Abschnitt seines Erweiterungsbaus abgeschlossen. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Precision Farming hatte 2008 einerseits eine Investition im Bereich Beratung und Ausbildung notwendig gemacht. Andererseits musste das Unternehmen auch dem starken Wachstum an Mitarbeitern räumlich Rechnung tragen. 2,2 Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren in die Umsetzung dieses Vorhabens geflossen. Die Sächsische Aufbaubank hat 39 Prozent der förderfähigen Investitionssumme gestützt.
Ein bisher noch unerschlossener Bereich des Firmengebäudes - ein Vier-Seit-Hof - wurde als moderner Büroraum mit 30 Arbeitsplätzen hergerichtet. Zudem entstand als Neubau das Precision Farming Kompetenzzentrum - ein internationaler Dreh- und Angelpunkt in der Wissensvermittlung im High-Tech-Bereich des Pflanzenbaus. Seit Herbst kommen regelmäßig Landwirte, Geschäftspartner, Entwicklungsingenieure und Vertreter aus Forschung und Lehre zusammen, um voneinander zu lernen und zu Gegenwart und Zukunft des intelligenten Pflanzenbaus zu diskutieren.
Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung neuer Sensoren
Seit 2008 ist die Zahl der Mitarbeiter in Deutschland um 30 Prozent auf aktuell 42 gestiegen. Zuwächse gab es sowohl im Servicebereich, als auch bei der Forschung & Entwicklung. Aktuell sind 20 Prozent aller Mitarbeiter in sieben nationale und internationale Forschungsprojekte involviert. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung neuer Sensortechnologien sowie der Verbesserung und Erweiterung bestehender Precision Farming Lösungen.

