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17.08.2020 - Peer Leithold (E-Mail schreiben an Peer Leithold)

Falsches Kalken ist nach wie vor ein Problem

Durch Falsches Kalken lässt jeder Betriebsleiter nach wie vor jedes Jahr durchschnittlich 50 €/ha an Ertrag liegen. Unsere Auswertungen von knapp 300.000 Bodenproben aus den letzten vier Jahren zeigen folgendes Schadbild:

 Gehaltsklasse AGehaltsklasse BGehaltsklasse ESumme GK (A/B/E)
Bodengruppe 11%15%35%51%
Bodengruppe 21%14%20%35%
Bodengruppe 31%23%7%31%
Bodengruppe 41%19%7%27%
Bodengruppe 51%11%2%15%

Mit Ausnahme der Bodengruppe 5 (~20.000 Analysen) können die Werte aller anderen Bodengruppen (~70.000 Analysen je Bodengruppe) als repräsentativ angesehen werden. Die Ergebnisse sind alarmierend!

  1. Zuerst jedoch eine gute Nachricht: Es gibt kaum noch Flächenanteile in Gehaltsklasse A. Das ist sehr gut.
  2. Flächen mit Gehaltsklassen B sind leider mit 14% bis 23% immer noch weit verbreitet. Die Ertragsverluste liegen je nach Empfindlichkeit der Kulturen zwischen 5% und 15%.
  3. Die leichteren Böden werden tendenziell überkalkt. Dies sieht man vor allem in den Bodengruppe 1 und 2 wo die Gehaltsklasse E mit 20% bzw. 35% besorgniserregend weit verbreitet sind.
  4. Die besseren Böden erhalten tendenziell zu wenig Kalk. Dies wird sichtbar in den Bodengruppen 3 und 4, wo der Anteil der Gehaltsklasse B mit 19% bzw. 23% unverhältnismäßig hoch ist.
  5. Insgesamt gesehen haben 27% bis 51% der Betriebsflächen einen falsch eingestellte pH-Wert!
  6. Dies führt im Mittel über alle Flächen zu einen Ertragsverlust von 3% bis 5%. Rechnet man dies mit den mittleren Erträgen der Bodenklassen hoch, dann liegt der finanziell Verlust bei etwa 40 bis 60 €/ha.

Die Lösung für dieses Dilemma ist relativ einfach: Düngen Sie die Teilflächen aus!

Die Kalkmengen der Gehaltsklassen E und auch D+ müssen umverteilt werden auf die Gehaltsklassen A und B. In Summe wird wahrscheinlich selten mehr oder weniger gekalkt werden müssen. Einfach nur umverteilen reicht meistens zu. Wie dies auf einfache Art und Weise gelingt, erfahren Sie in diesem Video.

 

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