Mehr Widerstandskraft in Trockenperioden | 06.11.2015

Ein Herbstscan im Wintergetreide sichert den Ertrag. Anlass zu dieser Aussage geben Analysen aus Großflächenversuchen zum Ertragsverhalten schwach und gut entwickelter Getreidebestände nach Winter. Betrachtet wurden rund 30 Versuche, die zur 2., 3. und eventuell 4. N-Gabe mit dem YARA N-Sensor gedüngt worden waren. Dabei ließen sich folgende Zusammenhänge herstellen:

  1. In Jahren mit klimatisch günstigen Rahmenbedingungen - wüchsiges Wetter, optimal verteilte Niederschläge, moderate Temperaturen - erreichen sowohl die schwach entwickelten, als auch die gut entwickelten Bestände hohe bis sehr hohe Erträge.
  2. In Jahren mit ungünstigen klimatischen Bedingungen - kurzes Frühjahr, sehr trockene Bedingungen im April/Mai, unzureichende Vor-Winter-Entwicklung - erreichen schwache Bestände keine hohen Erträge, trotz einer gezielten Förderung mit Stickstoff zu Schossbeginn. Teilflächen, die Hocherträge in ungünstigen Jahren realisieren, haben zu Schossbeginn oftmals die drei- bis vierfache N-Aufnahme gegenüber schwach entwickelten Beständen.

Fazit: Mit gezielten Maßnahmen in der Bestandesführung muss bereits vorher versucht werden, schwach entwickelte Getreidebestände zu vermeiden.

Schwach entwickelte Teilflächen gezielt höher andüngen

Eine schnelle und einfach umsetzbare Lösung ist die deutlich höhere Andüngung schwach entwickelter Teilflächen mit schnell wirksamem Dünger. Die Bemessung der 1. N-Gabe erfolgt hierbei mittels N-Sensorscan: Alle Getreidebestände werden im November beziehungsweise zum letztmöglichen Zeitpunkt im Jahr gescannt. Die Analyse der dabei erzeugten N-Aufnahmekarten und Berechnung der N-Streukarten erfolgt in Agriport. Steht die Startgabe an, werden diese direkt im Terminal des Streusystems geladen und automatisch abgestreut.

Schwach entwickelte Teilflächen werden schon mit der Startgabe gezielt gefördert. In gut und sehr gut entwickelten Teilflächen werden N-Dünger und Kosten gespart. Alle weiteren N-Gaben des Vegetationszeitpunktes erfolgen schließlich online mit Hilfe des N-Sensors, wobei das Messen der N-Aufnahme und Applizieren der N-Menge in einem Arbeitsgang erfolgen.

Getreidemagazin: Bestandesführung schwach entwickelter Teilflächen

zurück zur Übersicht...

UP