1. Herbstscan von Winterraps und Wintergetreide

Der Herbstscan im Winterraps und Wintergetreide ist die beste Grundlage für eine erfolgreiche N-Düngung im Frühjahr und unabhängig davon, ob Ihre Bestände gut oder schlecht entwickelt sind.

Einige Betriebsleiter verzichten auf den Herbstscan bei schwach entwickelten Beständen, weil sie denken: "Da ist ja nichts zu sehen." Genau das ist jedoch ein folgenschwerer Fehler. Gerade bei schwachen Beständen ist die Erfassung der N-Aufnahme vor Winter entscheidend, um im Frühjahr die RICHTIGE Andüngungshöhe zu wählen. Diese muss höher als normal ausfallen.

Ebenso wichtig ist der Scan bei gut entwickelten Beständen, um eine Überdüngung und damit Lagerrisiko und unnötige Blatt- bzw. Triebbildung zu vermeiden. Mit dem Herbstscan können Sie die N1 im Raps und Getreide präzise an die tatsächlichen Bestandsunterschiede anpassen.

Wenn die N1 und die N2 richtig “sitzen”, dann gibt es kein Lager und die Bestände sind maximal gegen Frühjahrstrockenheit konditioniert.

Warum ist der Herbstscan für alle Raps- und Getreidebestände unverzichtbar?

  1. Erfassung der tatsächlichen N-Aufnahme: Visuelle Einschätzungen sind ungenau und fehlerhaft. Der Sensor misst objektiv und präzise.
  2. Dokumentation des Ausgangszustands: Mit dem Herbstscan haben Sie eine verlässliche Datenbasis für die Frühjahrsplanung.
  3. Grundlage für teilflächenspezifische N1: Die absolute Heterogenität der N-Aufnahme innerhalb eines Schlages kann nur mit dem Herbstscan mit dem Sensor erfasst werden. Satellitenbilder eigenen sich dafür leider nicht, da diese keine Information über die absolute N-Aufnahme geben können.
  4. Vermeidung von Fehlentscheidungen: Ohne Herbstscan besteht die Gefahr, schwache Bereiche im Frühjahr nicht genügend zu fördern und starke Bereiche zu überdüngen. 

Zur Wissensauffrischung: N-Aufnahmeunterschiede im Raps von 50 – 70 kg N/ha oder im Getreide von 15 – 25 kg N/ha sind normal. Diese N-Aufnahmeunterschiede beeinflussen zusammen mit der Höhe der N1 im Frühjahr in hohem Maße die weitere Entwicklung der Winterungen: im Raps die Anzahl der Verzweigungen und im Getreide die Bestockungsleistung bis zum Einsetzen des Langtages. Diese Parameter sind somit in den Kulturen stark ertragswirksam.

Wie Sie bereits in unserem Beratungsschreiben zur Raps-Herbstentwicklung erfahren haben, sind die N-Aufnahmen im Winterraps in den letzten Jahren kontinuierlich zurückgegangen und sind weit von der optimalen N-Aufnahme vor Winter entfernt. Wintergerste und Winterweizen zeigen ähnliche Trends. Ursachen dafür: 

Die optimalen N-Aufnahmen von Winterraps, Wintergerste und Winterweizen entnehmen Sie der oberen Tabelle. 


Konsequenzen ohne Herbstscan:

Bei schwachen Beständen:

Bei gut entwickelten Beständen:

Aus diesen Gründen müssen Sie die Bestandsunterschiede jetzt im Herbst messen und mit angepassten N1-Gaben die Pflanzenbestände im Frühjahr korrekt nachjustieren. Der Herbstscan ist dafür die ideale Maßnahme, da sich das Aussehen der Bestände über den Winter maßgeblich verändern kann:

Dabei lautet die generelle Düngeregel für die N1:

Die agronomisch korrekten Düngeregeln mit den konkreten Andüngungshöhen sind fruchtartenspezifisch und in Abhängigkeit der N-Aufnahme in agriPORT hinterlegt. Die Berechnung der Streukarten sollte dann im Frühjahr erfolgen.

Wie Sie die Streukarten für die N1 planen, wird Teil des nächsten Beratungsschreibens und auch auf unseren Anwenderseminaren ab Januar geschult.
 

Allgemeine Hinweise

Zur sinnvollen Durchführung des Herbstscans beachten Sie:

2. Umsetzung des Herbstscans im Büro und auf der Maschine

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen, die Auftragslisten zur Bonitur in agriPORT zu erstellen und auf die Maschine zu senden. Die Gründe:

2.1 Vorbereitung des Herbstscans im Büro

Falls noch nicht erfolgt, prüfen Sie in agriPORT unter Menüpunkt „Felder" bitte die folgenden Punkte:

  1. Sind die Flächen und Feldgrenzen aktuell?
  2. Sind die Fruchtarten im Erntejahr 2026 eingetragen?

2.2 Umsetzung des Herbstscans auf der Maschine

Anschließend können Sie im Menüpunkt „N-Düngung" eine neue „Planung" für die zu bonitierenden Flächen anlegen. Nutzen Sie das Modul „N-Sensor Bonitur". Eine konkrete Beschreibung der einzelnen Schritte finden Sie unter dem Hilfesymbol rechts oben.

Zuletzt können Sie die so erstellten Aufträge an die Maschine exportieren.

Die vorbereiteten Aufträge werden zunächst auf dem Terminal über das Programm agriOS eingelesen. Anschließend ist das Sensorprogramm zu starten (Klick auf „Arbeiten"). Danach können die Aufträge auf dem Feld nacheinander abgearbeitet werden.

Werden die Aufträge direkt auf dem Feld angelegt, sind folgende Schritte für jeden neuen Auftrag notwendig:

 

Schritt 1: Auftrag wählen
Die Betriebsart muss auf „N-Sensor Bonitur" stehen. Ein Name kann vergeben werden, ist aber nicht zwingend erforderlich.

Schritt 2: Agronomische Kalibrierung
Bei Raps können Sie pauschal EC20 eingeben.
Bei Getreide soll das EC dem Großteil des Bestandes entsprechen (±2 EC-Stadien).
Die Arbeitsbreite ist voreingestellt und nur für die Datendarstellung relevant. Sie kann auch nachträglich in agriPORT korrigiert werden.

Schritt 3: Scannen
Drücken Sie in der Arbeitsmaske auf Start. Im Display wird die aktuelle N-Aufnahme des Bestandes in kg N/ha angezeigt.

Nach Abschluss der Arbeiten senden Sie die Daten täglich an agriPORT. 

Please select your language

We have noticed that you are visiting the website with a different language. Please select your preferred language.

Datenschutzeinstellungen
Datenschutzeinstellungen

Wir setzen Cookies erst, wenn Sie dem zugestimmt haben. Die Cookies helfen uns, unser Angebot zu optimieren. Vielen Dank!

Ich akzeptiere alle Cookies Nur essenzielle Cookies akzeptieren Individuelle Datenschutzeinstellungen
Datenschutzeinstellungen

Hier finden Sie eine Übersicht und Informationen zu allen verwendeten Cookies. Sie können Ihre Einwilligung zu ganzen Kategorien geben oder nur bestimmte Cookies auswählen. Alle Cookies werden anonymisiert.

Zurück | Nur essenzielle Cookies akzeptieren

Essenzielle Cookies (1)

Essenzielle Cookies ermöglichen die vollumfängliche Nutzung der Website.

Cookie-Informationen anzeigen
Statistik (1)

Statistik-Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher unsere Website nutzen.

Cookie-Informationen anzeigen
Externe Medien (1)

Inhalte von Video- und Social Media-Plattformen werden standardmäßig blockiert. Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner weiteren Zustimmung mehr.

Cookie-Informationen anzeigen