Gemeinsam wachsen

20 Jahre Erfahrung im Digitalen Pflanzenbau

agricon

Agricon - führend im Digitalen Pflanzenbau

Agricon ist der führende Lösungsanbieter für Digitalen Pflanzenbau in Mittel- und Osteuropa. Seit 1997 unterstützen wir Landwirte darin, Maschinen, Betriebsmittel und Arbeitszeit effizienter einzusetzen. Die Güte pflanzenbaulicher Entscheidungen wird dadurch entscheidend verbessert.

Unsere erfahrenen Agraringenieure und Servicetechniker führen Technologien des Digitalen Pflanzenbaus in die Landwirtschaft ein und beraten und begleiten die Betriebe bei der Umsetzung moderner Pflanzenbaustrategien.

Gemeinsam mit Praktikern entwickeln wir darüber hinaus etablierte Verfahren weiter und erforschen neue Lösungskonzepte.

Meilensteine im Digitalen Pflanzenbau

Interview | Digitaler Pflanzenbau

Peer Leithold, CEO
Peer Leithold, CEO

Frage: Herr Leithold, was macht das Zeitalter des Digitalen Pflanzenbaus aus?

Peer Leithold: Die Digitalisierung befähigt uns, mehr zu hören, mehr zu sehen und damit im Pflanzenbau mehr zu erkennen, zu wissen und zu verstehen. Wir können schneller und präziser entscheiden als bisher in der analogen Welt. Wir können größere Einheiten in einer deutlich höheren Qualität managen und dabei jeden Quadratmeter im Optimum bewirtschaft. Kurz gesagt: Die Digitalisierung des Pflanzenbaus ist die Fortentwicklung einzelner Precision Farming Lösungen hin zu einem pflanzenbaulich ganzheitlichen und vollständig in den Betrieb integrierten Managementsystem.

Was bedeutet die zunehmende Digitalisierung für die Landwirte? Welche Chancen birgt, aber auch welche Herausforderungen birgt sie?

Die Chancen für die Betriebe sind enorm. Die Vielzahl der neuen digitalen Informationen macht den gesamten Produktions- und Pflanzenwachstumsprozess auf den Feldern transparent. Verknüpft mit sinnvollen Auswertungsroutinen und intelligenten Regeln erhält der Betriebsleiter auf Knopfdruck die objektiv richtigen Informationen - quasi aus der Vogelperspektive bis in den letzten Winkel seines Betriebes. Das ist eine ganz neue Welt!

Das ist eine ganz neue Welt!

Der Nutzen für den Landwirt: Er kann Maschinen, Arbeitsgeräte und Betriebsmittel exakter planen und einsetzen. Damit einher gehen Arbeitszeiteinsparungen, Senkung des Managementaufwands, ein effizienterer Maschinen- und Betriebsmitteleinsatz, Kostensenkung und Ertragssteigerung.

Und die Herausforderungen?

Die Digitalisierung greift in bestehende Arbeits- und Entscheidungsprozesse ein und verändert diese. Das verlangt vom Betriebsleiter Offenheit und die Bereitschaft, neue Wege im Pflanzenbau zu beschreiten. Wichtig ist außerdem, dass die Mitarbeiter des Betriebes in den Prozess einbezogen werden.

Sie sagen: Digitale Informationen sorgen für mehr Transparenz. Landwirte fürchten indes, Big Data mache sie in Zukunft vollends gläsern. Teilen Sie diese Sorge?

Um den Produktionsprozess intelligenter zu steuern, ist mehr Transparenz unabdingbar. In dem Sinne ist der Betrieb gläsern, ja. Die entscheidende Frage ist aber eine andere: Wem gehören die Daten? Wer kann sie sehen? Wer hat Zugriff?

Generell gilt: Eigentümer der Daten ist der Auftraggeber, also der Landwirt. Kein Amt, kein Händler, kein Industrieunternehmen kann ohne die ausdrückliche Erlaubnis des Landwirts die Daten einsehen. Die Entscheidung, welchem Anbieter sie ihre Betriebsdaten anvertrauen wollen, müssen Landwirte also sehr sorgfältig treffen.

Pflanzenbauberater profitieren
stark vom Digitalen Pflanzenbau

Wenn moderne Technik und Algorithmen bei der Entscheidungsfindung helfen - brauchen wir dann noch Pflanzenbauberater?

Die Pflanzenbauer sind einer der größten Profiteure der Digitalisierung des Pflanzenbaus. Jetzt werden sie von Routinearbeit entlastet und können sich auf die besonderen Spezifika ihrer Kunden einstellen.

Sowohl die Qualität und Schnelligkeit einer Beratungsentscheidung, als auch die Zahl der Betriebe, die während der Saison qualitativ hochwertig beraten werden können, nimmt mit der Digitalisierung deutlich zu. Berater werden in Zukunft noch mehr Verantwortung für ihre Beratung übernehmen können, weil sie nun mehr objektive Informationen für ihre Beratung zur Verfügung haben. Aus einer Empfehlung, aus einer Beratung wird zunehmend direkt eine (Fast-)Entscheidung.

In welchen klassischen Landtechniksegmenten sehen Sie künftig noch den größten Forschungsbedarf?

Forschungsbedarf gibt es in nahezu allen Bereichen. Aus Sicht des Digitalen Pflanzenbaus wünsche ich mir vor allem zwei Dinge:

Erstens: weitere Sensoren, die das Pflanzenwachstum, das System Boden-Pflanze-Wetter in Echtzeit beschreiben und Nährstoffbedarf, Krankheiten und Schädlingsbefall messen

Zweitens: eine eigene IP-Adresse für jede Maschine und jedes Gerät. Sie sind also Teilnehmer eines digitalen Netzwerks des Betriebes und sollten als solche offen mit anderen Teilnehmern kommunizieren können.

Viel, viel umweltverträglicher und effizienter

Wie werden wir in 50 Jahren Landwirtschaft betreiben?

Viel, viel umweltverträglicher und effizienter als heute. Die Trends zeichnen sich ja heute schon ab: Die Bewirtschaftungseinheiten steigen an, bei weiter sinkendem Personalbesatz. Höhere Erträge werden mit einem deutlich effizienteren Betriebsmitteleinsatz erzeugt.

Vergleichen Sie einfach den Herstellungsprozess eines Autos in den Jahren 1965 und 2015. Vor 50 Jahren standen noch unzählige Menschen am Band. Heute tut dies nur noch ein Bruchteil. Der Rest wird von intelligenten Systemen übernommen. So wird das in der Landwirtschaft auch ablaufen.

Quelle: agrarzeitung, 2015

Unternehmensgeschichte

2016

Markteinführung des Job-Rechners agriBOX für Digitalen Pflanzenbau auf Maschinen und Geräten jeglicher Art

vollständige Integration der agriBOX in die ISOBUS-Welt von Müller-Elektronik

Beginn der Vertriebstätigkeit in der Ukraine

strategische Partnerschaft mit Kverneland zur Weiterentwicklung digitaler Pflanzenbauverfahren

2015

Betriebe aus Deutschland und Europa managen über 1 Million ha in agriPORT

2014

Markteinführung der sensorgestützten Fungizid-Applikation

Markteinführung der P3-Sensorfamilie für teilflächenspezifischen Pflanzenschutz

flächendeckender Einsatz des ersten Bodenprobenahmegerätes "on-the-go"

Start einer marktbegleitenden Versuchsserie in Europa zu teilflächenspezifischer Fungizid-Applikation gemeinsam mit Landwirten und Industriepartnern

2013

Beginn der Vertriebstätigkeit in Ungarn, Rumänien und Serbien

Markteinführung des webbasierten Datenportals agriPORT in die Praxis

Markteinführung der sensorgestützten Herbst-Bonitur im Getreide

2012

Markteinführung des YARA N-Sensor II in die Praxis

Markteinführung des ersten agronomischen ISOBUS-Geräteterminals

Markteinführung der sensorgestützten Herbst-Bonitur im Raps

2011

Fertigstellung des Internationalen Kompetenzzentrums Precision Farming am zentralen Firmenstandort in Sachsen

agricon Firmenzentrale

 

Agritechnica: Silbermedaille für P3-Sensor für Pflanzenschutzanwendungen

2010

Beginn der Vertriebstätigkeit im Baltikum

Auslieferung des 500. YARA N-Sensors

2008

Beginn der Vertriebstätigkeit in Polen

2007

Einführung des YARA N-Sensors ALS in die Praxis

Markteinführung der sensorgestützten Wachstumsregler-Applikation

Agritechnica: Silbermedaille für Precision Farming Software "PF-Box"

2004

erste Versuche zum sensorgestützten Einsatz von Wachstumsreglern

1999

Beginn des Vertriebes von YARA N-Sensoren

1998

erste Versuche mit dem YARA N-Sensor

1997

Gründung der Gesellschaft

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