Phosphor: Bedarfsgerechte Düngung dringend nötig | 29.09.2014

Wie groß der Anteil an Flächen mit P-Mangel ist, bestätigen drei voneinander unabhängige Quellen:

  • Prof. Dr. Wilhelm Römer, Universität Göttingen*: 6 bis 15% in Gehaltsklasse (GK) A

  • Dr. Wilfried Zorn, Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft**: 13% in GK A, 35% in GK B

  • Agricon, Auswertung Agriport***: 9% in GK A, 30% in GK B

Dabei haben besonders junge Getreidepflanzen bis zum Ende der Bestockung einen hohen P-Bedarf. Eine P-Versorgung in GK A speziell in dieser Zeit führt zu massivem Ertragsverlust von durchschnittlich 10 dt/ha (Zorn). Ein 1000-ha-Betrieb mit 500 ha Getreide lässt demnach 100.000 € auf dem Acker liegen - jedes Jahr.

Bedarfsgerechte Düngung dringend erforderlich

Was ist zu tun? Fachleute wie Dr. Wilfried Zorn empfehlen: bedarfsgerecht düngen. Nach der GPS-gestützten Bodenanalyse und Düngeplanung werden dabei nur die Flächen gedüngt, die tatsächlich P-Bedarf anzeigen. Das Aussparen von ausreichend versorgten Teilflächen schließt eine Überversorgung aus. Dies entlastet Geldbeutel und Umwelt gleichermaßen.

Die Erfolgskontrolle folgt mit der Wiederholungsbeprobung, wie ein Beispiel aus Sachsen zeigt (Bild 1). Um die Grundnährstoffversorgung seiner Böden zu verbessern, entschied sich Landwirt Andreas Steier 2008 für das Agricon Grunddüngungskonzept. Nach der maschinellen Beprobung durch Agricon erfolgte gemeinsam die Düngeplanung im Agriport. Diese setzte Andreas Steier konsequent um.
2012 folgte die Wiederholungsbeprobung. Das Ergebnis: Nach vier Jahren war ein Gehaltsklassen-Anstieg für P erkennbar, "tiefrote" Zonen hatten abgenommen. Mangelsymptome an Kulturen waren kaum noch zu beobachten.

* aus Getreidemagazin 5/2014
** Untersuchung Thüringer Ackerböden 2007-2012
*** anonyme Auswertung von Beprobungsdaten von 500 Betrieben

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